Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Willkommen auf den Internetseiten der Gemeinschaftspraxis Dr. med. Karin Schüllermann und Bettina Scholz

Unsere ärztliche Tätigkeit umfasst die gesamte allgemeinmedizinische und hausärztliche Betreuung. Wir setzen eine moderne Diagnostik und Therapie ein. Ergänzt und erweitert werden diese Leistungen durch Naturheilverfahren, wo diese sinnvoll und angemessen sind.

Prävention ist uns ein ganz besonderes Anliegen. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer Gesunderhaltung und der individuellen Optimierung Ihrer Leistungsfähigkeit zum Erreichen Ihrer persönlichen Ziele im Sinne einer Work-Life-Balance. Im Mittelpunkt stehen Sie.

Ihnen als Patientin und Patient gegenüber bemühen wir uns um eine freundliche Aufnahme und rasche Organisation der Behandlung. Daneben soll unsere Praxis auch einen angenehmen und privaten Rahmen bieten.

Aktuelles

Phytotherapie - Pflanzenheilkunde

Oft werden wir in der Sprechstunde gefragt, ob es nicht für das jeweilige medizinische Problem ein pflanzliches Präparat gäbe, und wie vielleicht viele von Ihnen wissen, arbeiten wir ganz gerne mit solchen pflanzlichen Heilmitteln. Viele Menschen bei uns kennen die eine oder andere Heilpflanze aus der Erfahrung, von den Eltern oder Großeltern, und wissen auch, wann und wie man sie anwendet. Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet. Früher konnte man nur auf die Erfahrungen und überliefertes Wissen zurückgreifen und Heilmittel gab es nur … draussen in der Natur. Tatsächlich erkannten Menschen allein durch Beobachtung, dass es gewisse Wirkungen nach Einnahme bestimmter Pflanzen gab. Die Fieber und Schmerz bekämpfende Wirkung von Weidenrinde zum Beispiel war in verschiedenen Kulturen bekannt. Erst durch die Erkenntnisse der Chemie und der Biologie wurde gerade bei diesem Präparat klar, dass der wirkende Inhaltsstoff Acetylsalicylsäure ist. Heute „bauen“ die Firma Bayer und andere daraus Aspirin und Co. Bei anderen pflanzlichen Heilmitteln sind die wirksamen Inhaltsstoffe inzwischen ebenfalls bekannt, z.B. bei Johanniskraut, bei Kürbiskernen,… Aber warum gibt es so wenige von der klassischen Medizin anerkannte pflanzliche Medikamente?
In der Pflanzenheilkunde arbeitet man mit Heilmitteln, die aus ganzen Pflanzen oder Pflanzenteilen, wie Wurzeln, Blätter, Blüten, Samen, Früchten oder Rinden, bestehen. Anders als bei den gängigen chemischen Medikamenten wirkt hier nicht ein einzelner Bestandteil, sondern die Kombination verschiedener Inhaltsstoffe. (Auch in der Weidenrinde gibt es verschiedene zusätzliche Stoffe).
Allein diese verschiedenen Inhaltsstoffe zu identifizieren ist schon mühsam, die Wirkung der einzelnen Stoffe auf den Körper, die Wechselwirkungen miteinander und die gemeinsame Wirkung im Körper sind in der Regel sehr komplex. Und hinzu kommt noch , dass der Wirkstoffgehalt einer Pflanze nicht immer gleich ist. Der Standort der Pflanze, die Bodenbeschaffenheit, das Klima mit Angebot von Sonne und Wasser und eventuell auch die Insekten zur Bestäubung haben alle einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Pflanze, ebenso wie übrigens die Zeit und Art der Ernte, die Verarbeitung und die Lagerung.
Daher ist die Standardisierung der Ausgangsstoffe und Methoden für die Arzneimittelherstellung gerade bei Phytopharmaka sehr wichtig, denn nur so sind eine gleichbleibende Wirksamkeit und Qualität der pflanzlichen Medikamente gesichert.
Wirksamkeitsnachweise auf Grund klinischer Studien, so wie sie für chemische Medikamente durchgeführt werden, sind auf Grund dieser Problematiken sehr viel komplizierter. Abgesehen davon gibt es keine hohen Profiterwartungen, denn natürlich vorkommende Wirkstoffe kann man nicht patentieren. Das Interesse, also das finanzielle Interesse, ist damit deutlich geringer als an chemischen Substanzen, und die Forschung wird somit nicht sonderlich unterstützt.
Natürlich heißt das nicht, dass diese Medikamente nicht wirken! Allerdings fehlt neben dem Beweis der Wirkung dann auch oft der Nachweis möglicher Nebenwirkungen. Gerade diesen Punkt sollte man bei der Wahl pflanzlicher Arzneimittel nie vergessen. Beim Johanniskraut, einem Mittel gegen Depression, dessen Wirkung auch in klinischen pharmakologischen Studien belegt wurde, gibt es zum Beispiel unangenehme Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten (chemischen und pflanzlichen) und gewisse schleimlösende ätherische Öle (z.B. Eukalyptusöl in Gelomyrtol) können Gallen-, Magen- und Leberleiden unter bestimmten Umständen verschlechtern. Beide Medikamente sind aber bei richtigem Einsatz absolut hilfreich und dies gilt für viele andere auch.
Generell gilt, dass pflanzliche Medikamente, die über die Apotheken abgegeben werden am besten kontrolliert sind und daher Wirkung und Nebenwirkungen am ehesten bekannt sind. Tees als Nahrungsmittel müssen keinen Wirkstoffnachweis erbringen, als Arzneimittel wirksame Tees deshalb aus Apotheken beziehen. Falls Sie ein pflanzliches Medikament einnehmen wollen oder schon länger einnehmen, stellen Sie bitte sicher, dass die behandelnden Ärzte dies wissen. Nur so kann man die optimale Therapie für sie finden. Wobei dies natürlich für alle! Medikamente gilt, ganz gleich ob sie chemisch( allopathisch), pflanzlich, homöopathisch …. sind. mehr...

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