Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Neue Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gilt gleichzeitig für Krankengeld

Ab Januar 2016 gelten neue Formulare für die Arbeitsunfähigkeit – also die Krankschreibung. Auf dem angepassten Formular wird dann die Arbeitsunfähigkeit (AU) sowohl während der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber als auch während der Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse bescheinigt.

Der sogenannte Auszahlschein zum Bezug des Krankengeldes von der Krankenkasse entfällt, er wird in die klassische AU-Bescheinigung integriert, sodass es nur noch ein Formular gibt.
Neu ist außerdem, dass Patienten künftig einen Durchschlag der AU-Bescheinigung erhalten. Dieser enthält einen Hinweis, dass für den Bezug von Krankengeld ein lückenloser Nachweis der Arbeitsunfähigkeit erforderlich ist. Hintergrund ist, dass Patienten in der Vergangenheit den Anspruch verloren, weil sie ihre Arbeitsunfähigkeit nicht lückenlos nachweisen konnten.

Eine neue Regelung bei Krankengeldbezug gilt bereits seit Juli:
Nach der seit Juli geltenden Regelung reicht es nun aus, wenn sich der Patient bei Fortbestehen der Arbeitsunfähigkeit spätestens an dem Werktag bei seinem Arzt vorstellt, der auf den letzten Tag der AU-Bescheinigung folgt – nicht wie bisher am letzten Tag der Krankschreibung. Ist die AU-Bescheinigung zum Beispiel bis Dienstag ausgestellt, wäre das der Mittwoch. Endet sie am Freitag, müsste der Patient den Arzt für eine Folgebescheinigung erst wieder am Montag aufsuchen. Samstage werden nicht als Werktage gezählt. Durch die Änderung gilt beim Krankengeld jetzt dieselbe Regelung wie in den ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit.