Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Antioxidation als Mittel gegen Zellalterung

In der Allgemeinmedizin stehen seit Mitte des letzten Jahrhunderts zunehmend die degenerativen (abnutzungsbedingten) und chronischen Erkrankungen im Vordergrund. Unseren Vorfahren waren diese Erkrankungen relativ unbekannt, einfach weil sie gar nicht so alt wurden, um den Endzustand der Erkrankung zu erleben. Jetzt werden wir älter, die Degeneration von Zellen und Geweben, die bereits im mittleren Lebensalter beginnt, führt dann im höheren Alter zu den bekannten chronischen Erkrankungen, wie koronare Herzerkrankung, Arthrose, Diabetes, und und und.

Solche „modernen“ Krankheiten werden überwiegend von zwei Vorgängen beeinflusst: einerseits von der Alterung des Gewebes, andererseits von den Einflüssen der Umwelt (angefangen mit chemischen Verbindungen in den Nahrungsmitteln, über Medikamente bis hin zum UV Licht). Beides führt über „Oxidationsprozesse“ zur Schädigung von Körperzellen.

Aber was passiert eigentlich genau?

Sowohl gewisse körpereigene Stoffe, aber auch von außen aufgenommene, könnenin Gegenwart von Sauerstoff (daher der Name Oxidation) über die Bildung von so genannten „Freien Radikalen“ Körperzellen Schaden zu fügen. Die Medizin spricht dann von Oxidationsprozessen.

Ein gesunder Körper kann solchen Prozessen aber viel entgegensetzen. Über verschiedene Stoffwechselwege können entweder gefährliche chemische Vorgänge verhindert werden, oder die gesetzten Schäden werden durch Reparaturprozesse wieder behoben. Im Laufe des Lebens werden diese Vorgänge jedoch unterschiedlich strapaziert und je nach Menge der schädlichen Faktoren ist irgendwann – meist in den mittleren Lebensjahren – der Körper überfordert und die Oxidantien können nicht mehr „entschärft“ werden. Sie fangen an, Zellen und Zellstrukturen krankhaft zu verändern. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, Konzentration und Kraft werden schwächer, die Beweglichkeit lässt nach.

Viele chronische Erkrankungen fangen mit diesem Prozess an, also ganz im Kleinen: degenerative Gelenkveränderungen wie Arthrose,
Veränderungen an der inneren Wand der Arterien als Beginn der Atherosklerose (Gefäßverkalkung), chronische Erkrankungen der Verdauungsorgane oder der Bronchien etc. etc..

Um sich möglichst lange gesund zu halten, gibt es in jeder Illustrierten viele, viele Ratschläge. In den meisten steckt übrigens ein Stückchen Wahrheit, denn alles, was die Oxidantien, diese gefährlichen Stoffe, entschärfen kann, hilft dem Körper Schäden abzuwehren. Ganz wichtig und zumindest bei uns gut umzusetzen ist die gesunde Ernährung! Frisches Obst und Gemüse besitzen viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, so genannte Antioxidantien, die die schädlichen Oxidationsvorgänge zum Teil neutralisieren können.

Je nach eigener Veranlagung und Gefährdung sowie je nach Lebensweise (chronische Überlastungen, Stress, zu geringe Erholungsphasen, unregelmäßige und unausgewogene Ernährung) kann eine zusätzliche und individuelle Zufuhr dieser Stoffen sinnvoll und zum Erhalt der eigenen Gesundheit wichtig sein. Diese zusätzliche Gabe ist häufig bei entsprechenden Beschwerden in Form von Infusionen erforderlich, um genügend hohe Konzentrationen für den Körper bereitzustellen.

Eine andere Möglichkeit liegt in der gezielten Aktivierung der körpereigenen intrazellulären Antioxidantien z.B. durch eine Ozon-Eigenblut-Therapie. Dabei wird etwas eigenes Blut entnommen, mit Ozon versetzt und per Infusion dem Körper wieder zugeführt. Das sehr schnell zerfallende Ozon bzw. dessen Reaktionsprodukte aktivieren dann die antioxidativen Vorgänge in den Zellen, verbessern die Sauerstoffbereitstellung durch Aktivierung der roten Blutkörperchen und aktivieren die immunkompetenten Zellen, die weißen Blutkörperchen. Eine solche Behandlung, die 5 – 10 mal durchgeführt wird, hinterlässt für einen längeren Zeitraum einen deutlich verbesserten Zellstatus und trägt zur Verbesserung und zum Erhalt der Leistungsfähigkeit massgeblich bei. Subjektiv bemerkt man während einer solchen Behandlung eine deutliche Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit, wir setzen die Ozon-Eigenblut-Therapie daher häufig im Rahmen von Erschöpfungszuständen ein.