Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Gelenkbeschwerden

Die Knie…, die Schultern…, Hand- oder Fußgelenke, Hüften, Ellenbogen… es zwickt und zwackt manchmal.

Ursachen für Gelenkschmerzen können ganz unterschiedlich sein. Leider ist aber das Ergebnis immer das gleiche: das oder die Gelenke schmerzen, die Bewegungen werden beschwerlich, der Schmerz fängt an unseren Alltag zu beeinflussen. Zum Glück tun die allermeisten Menschen ganz intuitiv das Richtige: erst einmal schonen! Wenn ein Gelenk überlastet ist, vielleicht durch eine ungewohnte Tätigkeit, durch Überlastung oder nur ein unglückliches Ausrutschen,
• erst einmal ruhig stellen,
• vielleicht auch hoch legen
• und kühlen.

Aber was tun, wenn all dies nicht reicht? Klar, dann muss nach den Ursachen geschaut werden. Kommt der Schmerz
• durch eine Überlastung des Gelenkes,
• liegt eine Arthrose – ein Gelenkverschleiß – zu Grunde,
• eine Entzündung auf der Grundlage einer Gelenkarthrose
• oder eine Entzündung durch Harnsäure ( Gicht),
• eine Entzündung durch /oder nach viralen oder bakteriellen Infekten
• eine Entzündung bei gleichzeitigem Vorliegen einer Schuppenflechte der Haut
• eine Autoimmunentzündung im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung
• oder schmerzt eher ein entzündeter Schleimbeutel als das Gelenk selber?

Nur, wenn wir die Ursache kennen, können wir gezielt behandeln. Und die Therapieprinzipien können wirklich ganz unterschiedlich ausfallen. Eine Purin-arme Diät hilft nämlich nur bei Gicht und nicht bei einer Schleimbeutelentzündung, beim akuten Rheumaschub wird eher entlastet, einem Arthrose-Gelenk tut dosierte Bewegung gut.

Wir stellen für Sie die richtigen Weichen: Wo und wann treten die Schmerzen auf? Ruhigstellen oder nicht? Sind Blutwerte wichtig? Entzündungswerte oder Harnsäure,? Braucht man ein Röntgenbild? Oder den Rheumatologen? …

Mit der Diagnosestellung kann dann auch die Therapie beginnen. Sie selber können die spezifische Therapie (eventuell bestimmte Medikamente bei Schleimbeutelentzündungen, Rheuma oder Gicht) aber auch zusätzlich unterstützen.
• So kann die Einnahme von pflanzlichen Präparaten wie Teufelskralle oder Weihrauch bei einer Arthrose die Häufigkeit einer zusätzlichen Reizung verringern,
• bei akuten Beschwerden im Rahmen einer Arthrose unterstützen zum Beispiel Basenpräparate und Vitamin/Mineralstoffpräparate ( Z.B. orthoarthro plus) die Beweglichkeit,
• omega 3 Fettsäuren (Fisch!) und Vitamin E haben antientzündliche Wirkung,
• bei hartnäckigen Fällen unterstützt eine Eigenblut- Therapie mit homöopathischen Substanzen,
• bei einer Arthrose der Kniegelenke erlauben Ihre Krankenkassen auch den Einsatz von Akupunktur zur Schmerztherapie
• und je nach ärztlicher Anweisung auch eine gelenkschonende Bewegung ( ja, manchmal auch, obwohl es weh tut! Aber es kann sein, dass Sie ihre Beweglichkeit nur so erhalten können!!!)

Gelenkschmerzen sind leider oft ein Zeichen, dass unser Körper älter wird. Aber verzweifeln sollte man nicht daran. Versuchen Sie auf jeden Fall ihre Beweglichkeit – und damit auch Ihre Unabhängigkeit – zu erhalten. Und dafür lohnt sich so mancher Aufwand! Übrigens, auch im Alter kann Sport Spass machen!