Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

häufige Erkältungsinfekte

Nasennebenhöhlenentzündungen und häufige Erkältungsinfekte

Akupunktur und chinesische Kräutertherapie als sinnvolle Therapiemethode

Mit Akupunktur und chinesischer Kräutertherapie haben wir zwei äußerst wirksame Methoden zur Behandlung von akuten und immer wiederkehrenden Erkältungsinfekten wie eitrigen Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitiden, Halsentzündungen zur Verfügung.

Wir sprechen von Erkältungen (das Wort enthält bereits den Hinweis auf „Kälte“) und bemerken selbst, dass wir je nach Stärke der eigenen Abwehr Infekte bekommen oder auch nicht. Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) hat die Vorstellung, dass bei Infekten äußere krankmachende (pathogene) Faktoren wie Wind, Kälte und Nässe in den Körper eindringen und dort die Krankheit hervorrufen. Dies geschieht, wenn die Abwehrenergie des Körpers geschwächt ist. Bedenkt man, dass damals Bakterien und Viren noch nicht bekannt waren, und wir heute auch häufig einen Zusammenhang von Infekten mit Kälte und Nässe beobachten, so ist diese alte Vorstellung der TCM gar nicht so abwegig.

Aus dieser Vorstellung heraus enwickelte die TCM ihre Behandlungsstrategien. Diese besteht am Anfang einer Behandlung daraus, die krankheitserregenden Faktoren aus dem Körper zu „vertreiben“. Es gibt in den klassischen Texten schöne Vergleiche mit einem Dieb, der in ein Haus eindringt und den man, vorausgesetzt man erwischt ihn früh genug und er ist noch nicht tief eingedrungen, einfach wieder vertreibt. Ist der krankheitserregende Faktor bereits tiefer in den Körper eingedrungen – oder, um in unserem Bild zu bleiben, ist der Dieb schon länger im Haus und hat schon einigen Schaden angerichtet – reicht es nicht, ihn zu vertreiben, es sind auch unterstützende Maßnahmen und Reparaturen für das Innere notwendig. Weiß man, dass der eigene Körper durch Stress oder andere Belastungen abwehrgeschwächt ist, lohnt es sich, ihn bereits vor dem Angriff solcher krankheitserregenden Faktoren zu stärken.

Dies sind alles Vorstellungen, die auch nach unserem westlichen Verständnis von Erkrankung und Vorbeugung plausibel sind. Die TCM nutzt als Therapiewerkzeuge Akupunktur und Kräutertherapie, häufig auch beides kombiniert. Es existieren Akupunkturpunkte mit Kälte vertreibender, schleimlösender, schmerzstillender, innere Hitze (bei einem Fieber) dämpfender und abwehrsteigernder Wirkung. Chinesische Kräuter wirken ähnlich, es existieren sogar Kräutergruppen mit nachweislich antibiotikaähnlicher Wirkung. Besonders interessant sind die vielfältigen Kräuterrezept-Varianten zur Abwehrsteigerung, sie erlauben einen sehr stark individualisierten Ausgleich der jeweiligen Abwehrschwächen des Patienten. System und Vielfalt der Möglichkeiten sind in der TCM viel ausgefeilter als in den westlichen Naturheilverfahren.

Sollte man alles mit TCM behandeln? Nein – wie immer gibt es auch hier Vor- und Nachteile. Die Nachteile liegen nicht in der Wirksamkeit, sondern im Aufwand dieser Therapien:

Jede Akupunktur dauert für Sie als Patient ca. 30 bis 45 Minuten und muss mehrfach angewendet werden. Auch jede Kräuterrezeptur kann erst nach ausführlicher TCM-Anamnese erstellt werden. Die Kosten dieser Therapien werden auch von keiner gesetzlichen Krankenkasse übernommen, bei privaten Krankenkassen ist dies unterschiedlich.

Wir empfehlen diese Therapierichtung deshalb

  1. Bei speziellen überschaubaren und gut behandelbaren akuten Infekten (evtl. zusammen mit Eigenblutbehandlungen, um Antibiotika zu vermeiden) wie
    • Akuten Nasennebenhöhlenentzündungen
    • Bei chronisch wiederkehrenden Infekten, wenn die vom Aufwand her einfachere westliche Naturheilkunde nicht die erwünschten Erfolge erbringt, z.B. bei
    • Chronischer Nasennebenhöhlenentzündung
    • Bronchitis
    • Asthma bronchiale
    • Chronischen Halsinfekten

Akupunktur und chinesische Kräutertherapie sind nach der Erfahrung in unserer Praxis sehr wirksame und vom Ergebnis her lohnende Therapien. Wir sind aber der Meinung, dass sich der Aufwand für Sie lohnen muss und berücksichtigen deshalb bei unserer Beratung grundsätzlich Aufwand und erwünschtes Ergebnis.

Wir helfen Ihnen bei der Auswahl der für Sie am besten geeigneten Therapieform – fragen Sie uns danach!