Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Insektenstiche...Was tun, wenn...?

Sie gehören zum Sommer wie Gewitter, Sonnenbrand und schwüle Luft: Insektenstiche.
Gerade in und um Dreieich tummeln sich besonders viele Stechmücken, wir wohnen eben doch in einem waldreichen Gebiet mit viel Bodenfeuchtigkeit, Tümpeln etc.. Aber auch andere Insekten, z.B. Wespen, Bienen, Hornissen und auch Zecken können uns den Aufenthalt im Freien vermiesen.

Am besten ist es natürlich, nicht gestochen zu werden. Dabei helfen tagsüber sogenannte „Repellents“, d.h. Lösungen für die Haut, die durch ihren Geruch Insekten fernhalten. Egal ob im Garten zu Hause, beim Camping oder auch in den Ferien in mückenreichen Regionen, oft ist ein Einreiben doch hilfreich. Die Auswahl für solche Präparate ist relativ groß und reicht von chemischen Lösungen bis hin zu Ölen auf Naturbasis. Bitte Achten Sie bei der Auswahl, wer geschützt werden soll und an welchem Ort Sie Insekten abwehren wollen. In Malaria-Gebieten müssen Sie mit stärkeren Lösungen arbeiten, kleine Kinder sind durch chemische Produkte aber eher gefährdet.

In sehr mückenreichen Gebieten, sollte man in den Dämmerungsstunden lange helle Kleidung und geschlossene Schuhe tragen und nachts ein Moskitonetz benutzen (auch in Hessen!)

Und was, wenn es doch schon juckt?

Ist noch ein Stachel zu sehen? Der muss schnell entfernt werden, notfalls mit dem Fingernagel.

Und dann bitte kühlen! Eiswürfel oder Kühlakkus sind natürlich am besten, aber kaltes Wasser hilft auch. Bei starken Schwellungen, wie z.B. nach Bienen oder Wespenstichen, kann man für die längere Kühlung auch Kompressen mit Essigwasser oder Alkohol benutzen. Natürlich gibt es auch kühlende Salben zum Auftragen aus der Apotheke, für Menschen mit allergischen Reaktionen auch mit Kortison – Beimischung. Häufig helfen aber auch die pflanzlich – homöopathischen Salben wie z.B. Traumeel. Allergiker können Antihistaminika einnehmen, als naturheilkundliches Mittel hat sich die einmalige Gabe von Apis mellifica C30 bewährt, das auch schon bei kleinen Kindern eingesetzt werden kann.

Bei Wespen, Bienen und Hornissen Stichen:

Stachel entfernen, evt. Stiche aussaugen, und kühlen, kühlen, kühlen! Wer allergisch auf die Insektengifte ist, braucht ggf. sofort ein Antiallergikum, ansonsten einmalig Apis mellifica C30 5-7 Globuli. Bei schweren allergischen Reaktionen muss evtl. Kortison verabreicht werden!

Noch ein Wort zu Zecken:

Zecken so schnell wie möglich entfernen, falls Sie es selbst nicht vollständig können, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Noch eine Möglichkeit – für alle unterwegs:

Falls sie nichts im Rucksack dabei haben, suchen Sie Blätter vom Spitzwegerich (oft am Wegrand), zerreiben diese Blätter und drücken die Flüssigkeit auf die Stichstelle