Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Minimal-Invasive-Chirurgie (MIC)- Prof. Dr. Dr. Ernst Hanisch

1. Was versteht man unter MIC?

Der Begriff “Minimal-Invasive-Chirurgie” (MIC) ist bei Patienten besser unter dem Begriff “Schlüsselloch-Chirurgie” bekannt. Darüber hinaus sind Bauchspiegelungs- und Laparoskopische Operation geläufig.

2. Prinzipielle Technik der MIC

Um z.B. in den Bauch zu gelangen, wird in der Regel im Bereich des Nabels ein kleiner Schnitt durchgeführt, durch den eine Hülse (Trokar) eingebracht wird.

Darüber wird mit Hilfe eines Gases der Bauch bis zu einem bestimmten Druck “aufgeblasen”. Danach wird über die Hülse eine Stabkamera in den Bauch eingeführt, die ein Live-Bild des Bauch-Innenraumes auf einen Bildschirm liefert. Mit Hilfe der Live-Bilder können dann die unterschiedlichsten Operationen durchgeführt werden.

Dazu müssen aber noch zusätzliche dünne Hülsen durch die Bauchdecke in den Bauch eingebracht werden, über die mit langen dünnen Instrumenten operiert wird.

3. Welche Erkrankungen können mit MIC behandelt werden?

Mittlerweile können die meisten Operationen im Bauchraum auch mittels minimal-invasiver Technik durchgeführt werden. Dabei muss man allerdings berücksichtigen, dass die Methode bei gewissen Risikofaktoren (Herz, Lunge, Voroperationen) nicht in jedem Falle sinnvoll ist.

Die Schlüsselloch-Chirurgie ist jedoch in folgenden Bereichen aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken: Gallenblase (Entzündung, Steine), Blinddarm, Leisten-/Narbenbruch, Speiseröhre (Sodbrennen; wenn die medikamentöse Therapie nicht erfolgreich ist), Darm (Entzündung, Krebs), Leber (Zysten, Tumore), Schilddrüse, Nebenniere, Lunge (Lungenkollaps, Tumore).

4. Welche Vorteile bietet die MIC gegenüber den herkömmlichen großen Schnittoperationen?

Die Vorteile der MIC lassen sich wie folgt zusammenfassen: Kleinere Narben, geringere Schmerzen, geringere Stressreaktion, schnellere Erholung.

Weitere Infos auf www.dkmic.de