Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Orthomolekulare Medizin

Unter orthemolekularer Medizin versteht man im Bereich der Naturheilverfahren die ausgewogene Zufuhr von Mikronährstoffen, die immer dann sinnvoll ist, wenn es z.B. durch Krankheit aber auch durch fehlenden Schlaf, Stress, unausgewogenen Ernährung etc. zu einem biochemischem Ungleichgewicht gekommen ist.

Sowohl im Bereich der Vorsoge vor Erkrankungen – also der Prävention – als auch als zusätzliche Behandlung bei bereits eingetretenen Erkrankungen kann die hoch dosierte Gabe von Vitaminen, Antioxidantien und Co den Körper bei der Gesundung oder Gesund- Erhaltug unterstützen.

Unter Mikronährstoffen versteht man neben Vitaminen und Mineralstoffen, wie Calcium Magnesium etc., auch Spurenelemente (Selen, etc.), ungesättigte Fettsäuren, Aminosäuren (Eiweiß Bestandteile)und Enzyme.

Natürlich soll eine gesunde Ernährung alle diese Elemente enthalten und gemessen an den Möglichkeiten und Ernährungsgewohnheiten ernähren wir uns hier bestimmt ausgewogener als die meisten Generationen vor uns. Trotzdem kann durch unseren modernen Lebensstil leicht ein Mangelzustand entstehen. Dafür reichen Belastungen wie 12 Stunden Arbeitstage unter künstlichem Licht, fehlende Bewegung an der frischen Luft, das viele Sitzen etc. In speziellen Lebensphasen steigt dieser Bedarf ganz extrem an. Zu solchen speziellen Zeiten reichen dann die über die Nahrung aufgenommenen Mikronährstoffe nicht mehr aus. Inzwischen sind in der Medizin die meisten Mikronährstoffe bekannt, die der Körper für eine ausgeglichene Funktion benötigt.

Wir kennen das alle, wenn wir erkältet sind. Die erhöhte Vitamin C und Zink Zufuhr unterstützt uns bei der Genesung, weil unser Abwehrsystem damit besser arbeiten kann. Ähnliches kennen Sportler. Die zusätzliche Magnesium Zufuhr unterstützt und schützt die Muskulatur.

Noch weitreichender ist allerdings die Gabe spezieller Mikronährstoffe , wie Phospholipide ( Bestandteile der Nervenzellen) Enzymen für den Energiestoffwechsel, Eiweißbestandteilen oder bestimmten Fettsäuren für die Fließeigenschaft des Blutes. Die ausgeglichene und auf einander abgestimmte Gabe dieser Stoffe kann bei speziellen Gefährdungen den Körper in seinen Funktionen optimal unterstützen. Diese zusätzliche Zufuhr unterstützt auch andere präventive Konzepte und ergänzt die schulmedizinischen Therapien.

Besonders häufig entsteht ein erhöhter Bedarf an Mikronährstoffen z.B. in den starken Wachstumsphasen der Kinder und Jugendlichen, in Schwangerschaft und Stillperiode, in den Wechseljahren, unter Prüfungs- und Examensstress, nach häufigen Zeitverschiebungen, wenig Schlaf und natürlich bei Infektionserkrankungen und chronischen Leiden, wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzerkrankungen, Arthrose. Oft kann dann die gezielte Gabe der richtigen Mikronährstoffen über eine gewisse Zeit das Gleichgewicht im Körper erhalten oder wieder erreichen. Das heißt man fühlt sich wieder körperlich leistungsfähiger, kann sich besser konzentrieren, ist stressresistenter und weniger infektanfällig.