Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Schlaganfall

Schlaganfall (medizinisch: Apoplex oder Hirninfarkt) – das ist eine Diagnose, die den meisten Menschen Unbehagen oder Angst einflößt. Und das durchaus zu Recht. Schlaganfälle führen – nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen – als dritte die Hitliste der häufigsten Todesursachen in den Industrieländern an. Und – das ist noch erschreckender – Schlaganfälle sind die häufigste Ursache für Behinderung und Pflegebedarf bei Erwachsenen.

Aber was ist ein Schlaganfall eigentlich genau?

Die meisten Schlaganfälle entstehen infolge einer Unterbrechung der Blutversorgung. Dadurch gelangen kein Sauerstoff und keine Nährstoffe mehr zu den äußerst sensiblen Nervenzellen. Diese sterben ab und die von ihnen gesteuerten Funktionen des Körpers fallen aus.

Ursache kann ein Verschluss der Arterien sein, die Blut zum Gehirn bringen, entweder durch eine fortschreitende Arteriosklerose (einer Gefäßverkalkung) oder durch ein Blutgerinnsel, das in die Arterien des Halses oder Kopfes gespült wird. Diese Blutgerinnsel können sich bei Herzrhythmusstörungen oder bei krankhaften Aufweitungen von Blutgefäßen (Aneurysma) bilden. Ein kleiner Teil der Schlaganfälle wird durch Gehirnblutungen verursacht.

Unabhängig von der genauen Ursache können durch die Schädigung der Nervenzellen die typischen Schlaganfall-Symptome entstehen, wobei die Stärke abhängig von der Größe der Durchblutungsstörung ist: Lähmungen einzelner Muskelgruppen oder sogar einer Körperhälfte, Taubheitsgefühl, Sprach- und Schluckstörungen, Sehstörungen, Schwindel, Plötzliche Verwirrtheit und Kopfschmerz.

Natürlich muss bei solchen Erscheinungen sofort und schnell reagiert werden, denn je schneller ein Schlaganfall behandelt wird, um so größer sind die Chancen einer Rückbildung der Symptome!!!

Die genaue Diagnose – besonders die Unterscheidung, ob eine Blutung oder ein Arterienverschluss zum Schlaganfall geführt hat – muss im Krankenhaus gestellt werden, damit die jeweilig richtige Therapie eingesetzt werden kann. Die Therapien können aus dem Auflösen der Blutgerinnsel oder einer Durchblutungsförderung bestehen, oder evt. auch aus einer Operation, falls eine Blutung Ursache der Symptome ist.

Als unabänderbare Risikofaktoren für Schlaganfälle sind zum einen ein zunehmendes Alter zu nennen, gehäuftes Auftreten von Schlaganfällen in der Familie und ein bereits selbst erlittener, evt. leichter Schlaganfall.

Andere Gefährdungen können aber noch wichtiger sein. Ein ganz häufiger Risikofaktor ist der Bluthochdruck, der bei einem massiven Anstieg über 220mmHg ( 1.Wert) sogar direkt zu einem Schlaganfall führen kann. Ein dauerhaft schlecht eingestellter Bluthochdruck bewirkt durch den konstant erhöhten Druck eine ständige Belastung der Arterienwände. Deren Elastizität geht dadurch verloren und die Entstehung von Gefäßverkalkungen wird gefördert. Dies wiederum kann zu einem Schlaganfall führen.

Um solche Gefährdungen zu mildern oder am besten ganz zu eliminieren gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der erste Schritt besteht aber natürlich aus dem Erkennen der Risikofaktoren, die wir zum Teil selber beeinflussen können!

Dazu gehören: Nikotin, Bluthochdruck, Atheriosklerose, Diabetes mellitus, Herzrhythmusstörungen wie z.B. Vorhofflimmern, übermäßiges Übergewicht, Bewegungsmangel, übermäßiger Alkoholkonsum und Östrogen-haltige Hormonpräparate.

Lassen Sie sich bitte beraten, wie wir mögliche Risikofaktoren bei Ihnen feststellen können, wie Sie ihren Blutdruck oder Diabetes besser beeinflussen können, welche Unterstützung es gibt, um mit dem Rauchen aufzuhören (z.B. Akupunktur oder Hypnose), mit welcher Ernährung Sie ihr Übergewicht reduzieren oder ihr Herz günstig beeinflussen können (Diät, orthomolekulare Medizin, Ozon), mit welchen Methoden Sie zu mehr Bewegung finden oder wie Sie mit Hormonpräparaten umgehen können.

Die Aufdeckung von nur zeitweise auftretenden, gefährlichen Herzrhythmusstörungen gelingt z. B. durch die Herzraten-Variabilitätsmessung, die wir im Rahmen des Präventionstages anbieten. Auch die günstige Beeinflussung der Durchblutung und Mikrozirkulation des Gehirns (z.B. mit Hilfe von Ozon oder homöopathischen Medikamenten) kann eine Möglichkeit darstellen.