Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

Vitamin D im Winter

Bestimmt haben Sie schon von Vitamin D gehört. Es regelt die Aufnahme und den Transport von Calcium und Phosphor und regt dadurch den Knochenstoffwechsel an. Deshalb werden Menschen mit Osteoporose – Knochenschwund – auf jeden Fall mit Vitamin D behandelt. (Manchmal sind zusätzlich sehr starke, chemische Medikamente notwendig).

Viele andere Körperfunktionen scheinen aber auch durch Vitamin D beeinflusst zu werden, z.B. das Herz/ Kreislaufsystem und das – besonders im Winter oft strapazierte – Immunsystem. Vitamin D ist auch teilweise verantwortlich für die schlechtere Stimmung im Winter sowie für unspezifische Gelenkbeschwerden.

Vitamin D wird bei gesunden Menschen überwiegend durch die Einwirkung der Sonnenstrahlung in der Haut gebildet. Einen kleinen Teil nehmen wir auch mit der Ernährung zu uns. Durch unseren „modernen“ Tagesablauf, der vorwiegend in Räumen stattfindet, entsteht sehr schnell ein Mangel, besonders bei erhöhtem Bedarf, bei Kindern und Jugendlichen durch das Wachstum, bei Schwangeren und stillenden Müttern, bei Sportlern, oder bei herabgesetzter Bildung vor allem im Alter oder bei schweren chronischen Erkrankungen. Bei Bestimmung des Vitamin D Spiegels im BLut sehen wir sehr häufig sehr niedrige Werte, auch außerhalb dieser sog. Risikogruppen.

Da die Lebensmittel, die viel Vitamin D enthalten (z.B. Eier, Lachs, Hering, Makrele, Rinderleber, Käse, Pilze, Avocado), nicht in großen Mengen auf unserem Speiseplan stehen, reicht die Nahrungszufuhr vor allem im Winter selten aus. Deshalb ist die Supplementierung von Vitamin D für viele von uns besonders im Winter überaus sinnvoll. Allerdings kann zu viel Vitamin D auch schädigend wirken, daher ist zu Beginn eine Blutbestimmung wichtig. Sprechen Sie uns an.