Dr. med. Karin Schüllermann
Bettina Scholz
Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren

COVID-19 Delta Variante - Symptome, Verläufe,Impfungen - was ändert sich?

Die neue Delta Variante des Sars Cov 2 Virus hat sich auch in Deutschland durchgesetzt. Sie ist ansteckender und verbreitet sich rasch. Da ein größerer Teil der Erwachsenen durchgeimpft ist, verbreitet sich diese Variante besonders unter der jüngeren Bevölkerungsgruppe.

Jugendliche und Kinder haben ein sehr geringes Risiko, schwer zu erkranken. Deshalb und weil über die Spätfolgen der sehr neuen Impfstoffe noch keine Aussagen getroffen werden kann, raten wir gesunden Kindern, ohne besonderes Risiko, nicht zu einer Impfung. Laut STIKO (Ständige Impfkommission) wäre das Impfrisiko bei gesunden Kindern derzeit höher als das Risiko, schwer zu erkranken.

Wir raten deshalb besonders Eltern von schulpflichtigen Kinder, sich selbst und andere Kontaktpersonen impfen zu lassen!

Neben den bekannten Erkältungssymptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit, Schnupfen, Husten, Verlust von Geruch und Geschmack, Atemnot
kommt es häufig auch zu Bauchbeschwerden, Schmerzen, Durchfällen!

Bitte denken Sie daran: bei Beschwerden wie Erkältung oder Magen-Darm-Grippe zunächst in unserer Praxis anrufen. Sie bekommen dann einen Termin in unserer speziell dafür eingerichteten Infektsprechstunde. Das heisst wir empfangen Sie unter Infektionsschutz-Bedingungen. Weder wir noch andere Patienten wollen sich anstecken!!!

Die derzeitigen Impfstoffe schützen nach vollständiger Impfung auch bei der Delta Variante sehr gut vor schweren Verläufen der COVID Erkrankung. Über die Notwendigkeit von Auffrischimpfungen liegen derzeit keine wissenschaftlichen neuen Erkenntnisse vor. Einzige Ausnahme sind besonders krankheitsbedingt infektgefährdete Personen – meist unter Immunsuppressiva. Diese Patienten bilden nach der Impfung nicht ausreichend Antikörper, sie werden von uns speziell beraten.

Bitte beachten SIe, dass Sie auch nach vollständiger Impfung einen leichten, teilweise unbemerkten Verlauf einer COVID Erkrankung durchmachen können! Die Impfungen bringen und brachten auch bisher keine sichere sterile Immunität, d.h. Sie können ansteckend sein! Deshalb in entsprechenden Situationen bitte weiterhin an Maske und AHA Regeln halten.

Zweitimpfungen werden wegen der ansteckenderen Delta Variante zur Zeit vom RKI früher empfohlen als sonst. So hat zum Beispiel bei dem Vektorimpfstoff von Astra Zeneca ein Impfabstand von 12 Wochen und eine Auffrischung nach durchgemachter Infektion nach 6 Wochen die beste Wirksamkeit. Zur Zeit kann dieser Impfabstand verkürzt werden, um schneller, einen zwar etwas geringeren, Schutz vor der 4. Welle zu erreichen. So kann man nach durchgemachten Infekt jetzt schon nach 4 Wochen nachimpfen. Denn auch nach bereits durchgemachtem Infekt, könnten Sie sich an der Delta Variante erneut anstecken.

Die Impfstoffe werden uns derzeit zuverlässiger geliefert. Trotzdem können wir sie nicht „zwischendurch“ wie bei der Grippeimpfung impfen, da wir jeweils Impfstoff auftauen und dann auch 7 Dosen innerhalb weniger Stunden verimpfen müssen, damit kein Impfstoff verfällt. Das benötigt etwas Planung.

Kinder und Schwangere impfen wir im Normalfall nicht. Insbesondere Schwangere wenden sich bitte an den Frauenarzt.